Vereinsausflug 2014: Fiss, ein Volltreffer PDF Drucken E-Mail

Alle Angaben ohne Gewähr, vielleicht erinnerungsmässig nicht ganz korrekt, aber es kommt nahe hin an die Wahrheit ...

Fronleichnam Donnerstag, 19. Juni: am Tag an dem die Katholiken den Evangelischen durch provokante Prozessionen zeigen wollten wo der Hammer hängt, stehe ich morgens um 5.45 vor einem Bankomat der Kreissparkasse um noch schnell Geld abzuheben. Nachdem der Automat meine EC-Karte eingezogen hat, erscheint auf dem Bildschirm: "Ihre Karte wurde eingezogen, wenden Sie sich bitte an den Schalter". Na das fängt ja gut an im Morgengrauen denke ich und fahre mit den anderen - ziemlich blank im Geldbeutel - in den Urlaub nach Fiss bei Landeck.

Kaum angekommen stürmen die ersten schon Richtung Berg - das Wetter verschlechtere sich, der Wind werde zu stark, jetzt oder nie starten. Oben auf dem Berg angekommen heisst es, daß der Wind von Norden kommt und man deshalb nach Norden starten soll und man anschliessend - wenn man es schafft - um den ganzen riesigen Berg herúmfliegen soll, denn dort ist unser Landeplatz und unser Hotel. Sollte man nicht soweit kommen, kann man im Tal landen irgendwo da unten, aber es gebe Stromleitungen ... Der Puls rast - ich verkünde, daß ich nicht fliegen werde, es sei mir zu ungewiss.

Huch, Waltraud hat sich fertig gemacht und ist einfach gestartet - blöd gelaufen - jetzt fühle ich mich in meiner Mannesehre gepackt und starte auch, wenn auch als Zweitletzter. Ich ziehe die Beine an, damit ich über den Grat komme - die paar Zentimeter helfen eigentlich auch nicht. Habe eh genügend Höhe und erreiche den vorgesehenen Landeplatz (und weiss jetzt wie er aussieht) - mein neuer Schirm hat eine Supergleitleistung - Gin sei Dank - habe nämlich was gegen Starkstromleitungen. Viele sind im Tal gelandet u.a. auch Gabi - Sie trampte zurück (Blond!) Die Mitfahrgelegenheit entpuppte sich als Raftingguide, der ihr prompt für den nächsten Tag eine Raftingtour anbot. Phillip gondelte noch anderhalb Stunden in der Luft während wir alle froh waren gelandet zu sein.

Abends floss der Rotwein in Strömen und alle waren lustig drauf und froh, den ersten Flugtag unbeschadet überstanden zu haben. Das Hotel entpuppte sich als Volltreffer: schöner moderner Spabereich incl. Wellness-Massageoase. Im günstigen Preis von 52.- Euro für ein Einzelzimmer ist ein Frühstück incl Spiegeleier Rühreiersonderanfertigungen mit Speck ohne Speck "wollens noch a bisserl Zwiebel dazue" Jo gern selbschtverstäändlich ".... incl Mehrgängeabendessen! .... incl Seilbahnkarten von allen Seilbahnen im Umkreis!! Sensationelles Preisleistungsverhältnis.

Am nächsten Tag, es war kein Flugwetter, gingen manche shoppen, manche machten eine Seilbahntour d.h. hochfahren, etwas oben trinken etwas wandern bis zur nächsten Station, wieder mit einer anderen Seilbahn irgendwoanders hinfahren ... es soll sehr entspannend und lustig gewesen sein. Es gibt anscheinend sogar eine Seilbahn wo man immer im Kreis fahren kann und pro Runde ein Gang (Menüe) seviert bekommt.

Die Familien mit Kinder gingen auf die Göschalm (oder so ähnlich) wo alles geboten war was Männer- und Kinderherzen höher schlagen lässt, vom echten Kunstschnee (bei 30 Grad Aussentemperatur mit der Schneekanone hergestellt) mit LKW-Reifenrennen bis zu Bobbycars bzw Baggern und Sandhaufen, vom Downhillfahren bis zur Sommerrodelbahn, vom Runterrutschen 1,2 km lang am Seil bis zu einem Sprungturm 8 Meter hoch. Ein Badesee ist auch zu Fuß vom Hotel aus zu erreichen. Ich habe mich für diesen Tag fürs Raften entschieden; zusammen waren wir 14 Gleitschirmflieger. Wir wurden mit einem grossen Bus abgeholt und unsere Gesichter wurden lang als der mit Kindern gefüllt war,die auch zum Raften wollten (wird wohl eine Warmduscherkindergartenpaddelparty geben). Unsere Laune besserte sich zusehens als wir vom Veranstalter in Neoprenanzüge gesteckt wurden und aussahen wie Presswürste.

Um es kurz zu machen: es war keine Warmduscherkindergartenpaddelparty. Die Kinder fuhren nur im vorderen ruhigen Teil und mussten dann an Land gehen; wir blieben. Der Bach entpuppte sich als wilde reissende Inn und der Teil den wir befuhren ist bei Wildwasserfahrern in aller Munde. Wir lachten 18 km lang, aufgeteilt auf zwei Schlauchboote, die Guides machten einen trockenen Witz nach dem anderen (sonst war alles nass!), unser Herbert trug natürlich ein Teil dazu bei. Wir bespritzten uns gegenseitig, mit den Paddeln gab es ein Hauen und Stechen, ein Fridinger versuchte mich vom gegnerischen Boot aus ins Wasser zu ziehen. Wir kehrten den Spieß um und er flog in den reissenden Inn - im Fliegen nahm er noch unseren Leichtmatrosen Harald Oefele mit ins kalte Naß. Wir fingen schon an zu trauern, aber die zwei Köpfe erschienen wieder in der Gischt und beide wurden ins jeweilige Boot gezogen. Die Stromschnellen waren so hoch, daß wir manchmal in der Luft paddelten. Daß die Guides dabei seelenruhig zuschauten und uns machen liessen - Resschbegggt !!! Wieder im im Hotel angekommen stürzten sich alle in die vorgeheizte Sauna bzw die Damen in den Dampfraum (wegen der schlechteren Sicht) die totale Ansage nach dem eiskalten Gebirgswasser...

Der nächste Tag war thermisch hochaktiv und es wurde geflogen was das Zeug hielt. Die Starts der Meisten waren stark verbesserungsdürftig. Das Startgelände ist nicht so einfach wie es auf den ersten Blick aussieht. Ein Nendiger und ein Mühlheimer stiessen in der Luft zusammen; beiden landeten danach sicher (auf der Erde!). Beim Schirm des Nendingers war dadurch eine Stabiloleine gerissen,die er abends wieder annähte. Phillip schaukelte derweilen wieder anderthalb Stunden auf Strecke. Ein Frauenquartett beschloss eine kurze anderthalbstündige Wandertour zu machen, die sich als 4 Stundentour herausstellte fast ohne Rastmöglichkeit, was die Eine oder Andere doch recht schlauchte. Einige von uns rodelten noch per Sommerrodelbahn ins Tal um anschliessend auf der Terasse der Seilbahn einen Sonnenbrand und diverse Durstlöscher zu holen.

Der Sonntag war wieder kritisch zu starten: diejenigen die sich dazu trauten berichteten von sehr turbulenten (Fön) Bedingungen. Wind aus zwei Richtungen plus starke Thermik. Es wurden Sinkwerte von 10 m/Sec gemessen, die ungefähr einem freien Fall entsprechen. Klüger waren die die an diesem Tag nicht geflogen sind und ihn durch andere Aktivitäten ausklingen liessen.

Zusammen mit den Campern waren wir 50 Personen, die zusammen eine schöne und teilweise aufregende Zeit zusammen hatten. Wir danken Dir Miriam für Deine Arbeit bei der Organisation dieses Ausfluges.

 

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