2022 Baumrettungsübung bei der Bergwacht in Fridingen

Anschauliche Erläuterung einer Baumrettung mit anschließendem Dankes-Grillen. 

Vor kurzem haben wir mit der Bergwacht Fridingen eine Baumrettungsübung durchgeführt. Wir trafen uns bei der Bergwacht Fridingen am Fuße des Skihangs. Es waren viele neue Mitglieder des Gleitschirmvereins Heuberg-Baar da und eine große Anzahl der Fridinger Bergwacht (auch mit erstaunlich vielen jungen Mitgliedern!) und sogar eine Abordnung der Rottweiler Bergwacht kam mit ihrem von der Gosheimer Fa. BHG Hermle gesponsertem neuen Fahrzeug vorbei.

In der ersten halben Stunde wurde besprochen wie man eine Baumlandung möglichst vermeiden kann u. a durch Gewichtsverlagerung auf die hangabgewandte Seite bei gleichzeitigem Bremsen an der hangzugewandten Seite so, dass bei einer Kappenstörung der Schirm eher vom Hang wegdreht.

Weiterhin sollte natürlich der Hangabstand groß genug sein (der besonders von den jungen „heißen“ Fliegern, die evtl. gerade ihren zweiten Schirm bekommen haben ausgereizt wird) und die Ausweichregeln sollten bekannt sein.

Natürlich sollte auch schon beim Start, das gilt besonders am Startplatz Fridingen, anhand der Fahnen im Tal und am Startplatz versucht werden genau den Beginn (und nicht das Ende) der Thermikblase zu erwischen, damit man sofort vom Hang weggetragen wird.

Ist eine Baumlandung unvermeidlich und sollte man den Stamm (möglichst eine Konifere, weil sie besser abfedert als ein Laubbaum) anpeilen und kurz vor dem Aufprall anbremsen. Idealerweise legt sich der Schirm dann über die Spitze. Fatal ist ein Ausweichversuch mit anschließendem Einhängen am Baum mit dem Stabilo und die dadurch verursachte Querbeschleunigung!

Nach dieser Einführung zeigte uns der Leiter der Fridinger Bergwacht Matthäus Schiele, der schon etliche unserer Mitglieder aus brenzlichen Situationen befreit hat, wie man sich am Baum mit einer (in jedem größerem Sportgeschäft erhältlicher) 120 cm langen Bandschlinge sichert. Erst nachdem man sich gesichert hat kann der Notruf 112 (Feuerwehr und Rettungsdienst) angerufen werden, die dann nach erfragen der Sachlage automatisch die Bergwacht anruft.

Der Standort kann per Handy, oder Vario z.B. angegeben werden. Ist das nicht möglich kann der Pilot nach Eintreffen der Bergwacht sie per Pfeife auf den genauen Standort aufmerksam machen.

Anschließend lässt man die Rettungsschnur runter um das Rettungsseil hochzuziehen, das man durch den Karabiner, der an der Baumschlinge befestigt ist, durchschlauft. Also ganz wichtig: Rettungsschnur + Bandschlaufe + Karabiner und Pfeife in Griffweite im Gurtzeug verstauen!

Sollte Pilot keine Rettungsschnur dabei haben, kann sich der aufsteigende Retter nicht sichern und riskiert dabei seine Gesundheit !!!

Kontakt

Gleitschirmverein Heuberg-Baar e. V.

1. Vorstand GSV-Heuberg-Baar
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78559 Gosheim 

E-Mail: erster_vorstand@GSV-Heuberg-Baar.de 

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